Lyrik von Stenor – ohne Worte

1)

Die Völker werden betrogen,

die Völker werden belogen.

Eine riesige Fratze sitzt über dem Land,

er reicht den Herrschenden seine stinkende Hand.

2)

Viele erkennen die hohen Lebewesen einfach nicht,

kein Wunder – derzeit haben sie noch ein menschliches Gesicht.

In Berlin vis-à-vis vom Kupfergraben,

ein Thron steht dort – er wirkt düster – wie schwarze Raben.

3)

Manche Kröte sich in deren Nähe aufhält,

ihr geht es weder ums Volk – noch zählt für sie das Geld.

Verbittert ist sie bis auf die Knochen,

die Seele nahm Schaden und ist gebrochen.

4)

Etwas Zeit bleibt noch über und es hat sich noch nicht wirklich gezeigt,

nutze sie diesmal – bevor sich das Licht über dem Horizont zu uns neigt.

Arm in Arm sind wir schon einmal miteinander geschritten,

ich konnte dich nicht halten, ich habe im Traum darunter gelitten.

5)

Wie kryptisch und verworren diese Worte auch immer aussehen,

die betreffende Stelle wird den wahren Inhalt dahinter schon verstehen.

Worte sind sehr viel mehr als nur Schwarzes auf Weiß,

die Frage ist nur – wirds dir beim Lesen kalt oder heiß?

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