Lyrik – Ohne Namen – Gedanken zur Zeit…

Ohne Namen – Gedanken zur Zeit…

Sie tagen im feinsten Frack –
er bröckelt bereits, der feine Lack.
Man spricht ja bereits von der Endzeit, der Endzeit –
ja, ich denke, die Welt ist dafür bereit.
Wie käuflich sind doch die feinen Herren –
andre Gedanken, sie will man aussperren.
Man hört sie nicht gerne, die Gegenmeinung –
alle sprechen von Zentralismus, dieser irrsinnigen Erscheinung.
Man meint fast man ist im Reich des roten Drachens –
wie tief werden sie fallen, im Zeitraum des Erwachens?
Alle Wahrheiten erblicken im Laufe der Zeit das Licht der Welt –
die Frage ist, wer sich auf welche Seite stellt.
Tugenden von der man nur noch in alten Schriften ließt –
verstaubt sind sie, die Bücher, kein klarer Gedanke mehr sprießt.
Goethe, Schiller, Wagner, Bach und dergleichen –
sie haben sie gestellt, unsere geistigen Weichen.
Sie alle sind schon lange von der Bildfläche verschwunden –
Bürokraten, Technokraten und Konsorten kochen den Einheitsbrei, der wird keinem von uns auf langer Sicht sehr munden…

Stefan Schwarz / zum Zeitpunkt (der Bilder auf dem Berg)

Translate »