Warum schreibe ich so viel Lyrik? Warum Twitterlyrik? Eine Randnotiz

Ja, jetzt gibt es sie, es war eine kurzfristige und spontane Entscheidung, es gibt ab jetzt die zusätzliche Kategorie “Twitterlyrik”.

Innerhalb der letzten Tage, Wochen sind immer wieder kurze Lyrikschnipsel auf meinem Twitterkanal entstanden und ab jetzt blogge ich sie auch hier, roh, emotional, schnell, wie dies auch bei Twitter üblich ist. Sie ist bekanntermaßen kurz, knapp und bündig. Sie ist maximal 140 Zeichen lang und direkt und ungestylt, es Straßensprech, es ist Klartext.

Aber warum schreibe ich überhaupt Lyrik? Ja diese Frage ist letztendlich darauf zurückzuführen, dass ich ein Mensch bin und auch schon immer war, der sich nie so richtig zufrieden gab, wenn jemand sagte: “das ist halt einfach so.” Ich habe mir immer die Frage gestellt, warum etwas so ist, wie es ist. Ich dachte mir immer, es gibt keinen Zufall, alles hat seinen Grund und wenn wir sagen, es sei Zufall, dann sagen wir das nur, weil wir die Komplexität nicht überschauen können; letztendlich ist das zum Großteil Bequemlichkeit, wenn wir es als Zufall abstempeln.

Viele Geschehnisse auf der Welt und gerade in den heutigen Zeiten sind das ein paar mehr als früher, regen mich an zu recherchieren, zu schauen, wo die Wahrheit liegt und auf dieser Suche ergeben sich dann die Lyriktexte. Sagen wir, es ist meine ganz spezielle Art mich mitzuteilen, nicht alles so hin zunehmen, es ist meine Art das Wort zu erheben und ich glaube, es ist unsere Pflicht das Wort zu erheben. Ein Bereich, wo ich schon immer mein Wort erhoben habe, das war, wenn Ungerechtigkeit stattfand und wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Daher werde ich auch nicht müde über China zu sprechen, denn dort geschehen schreckliche Dinge. Aber auch hier im Westen geschehen Dinge, die ich persönlich nicht richtig finde. Ich empfinde es als meine Pflicht, als meine Verantwortung als Künstler meine Stimme zu erheben und die mir als Künstler gegebenen Mittel zu verwenden, um zu sprechen. Oft in Lyrik, häufig mit Bildern und Fotos. Fotos und Malwerke sind eine stille Art des Sprechens, Lyrik, Texte sind die laute, die direkte Art, um zu Sprechen.

Ich schreibe also Lyrik, um mir die Dinge von der Seele zu schreiben, das ist der Grund und um meine Verantwortung wahrzunehmen.

SteSch

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