Lyrik – ZeitZeichen – Wandel – Ein Dialog mit mir selbst

Lyrik – ZeitZeichen – Wandel – Ein Dialog mit mir selbst

Ich möchte so viel sagen –
kann es aber nicht, zu viele ungelöste Fragen.

Die Rufe werden lauter und immer lauter –
Frust, Angst, Aggression, alles alter Ballast, aufgestauter.

Warum erscheint’s nur so verworren, so konfus?
Klarheit herrscht so gut wie keine, alles ist diffus.

Wer ist hier verrückt und wo ist oben?
Mir scheint, es gibt keine Mitte mehr, alles ist verschoben.

Manchen freut’s und mancher ist entzückt –
sind das die Endzeitglocken, das ist tatsächlich irre, das ist verrückt.

Mit schönen Dingen, auf das Gute fokussiert –
ist es dann noch echt, ist es dann nicht aufdiktiert?

Wahre Worte –
leider sind sie rar, aber dennoch von einer besonderen Sorte.

Wer spricht sie aus, wer spricht sie noch an?
Wer zieht sie in seinem magischen Bann?

Wer hat hier wirklich das Sagen –
wen muss man sie stellen, die richtigen Fragen?

Verwirrung, Irrung, Irrlichter gibt es viele –
nicht’s ist unmöglich, im Reich von Brot und Spiele.

Schreiben, ja Schreiben, es wurde zu meiner Passion –
es klingt und hallt im Ohr, es geht nicht anders, der innere Ton.

Was kann man sagen, was kann man schreiben?
Wann muss man gehen, und wann muss man bleiben?

Auf alle Fragen gibt es Antworten –
sie sind noch offen, des Himmels goldene Pforten.

Stenor /9

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