Lyrik – Zeitnotiz

Kultur, Kunst, das Leben –
Erinnerungen, vergebens das Streben.
Regen fällt auf des Lebens stillen Schein –
Trauer, Heiterkeit, alles stellt sich ein.
Eine Flucht, nach vorne und nach hinten –
kann man seinen eigenen Schatten überwinden?
Außen wie innen, und innen wie außen –
Emotion, man lebt, ein ständiges Aufbrausen.
Den Pinsel geführt, er liegt in der Hand –
Kaffeegeschmack, Paris, NY, Erinnerung, wie treibender Sand.
Deine Stärke und dein gutes Herz erkannt –
farbenfroh das Gemälde, es ziert und schmückt die häusliche Wand.
Gelacht und geweint –
trotz des ganzen Nebels, gemeinsam, verbunden, vereint.
Keiner erkennt, was dahintersteckt –
wenn die Herzen vereint, das Alte, Vertraute, wird wieder erweckt.
Es scheint manches verstrickt und kompliziert zu sein –
gelacht, es erhellt des nächtens wärmender Kerzenschein.
Die Feder in Tinte getaucht –
der letzte Stumpen verglimmt, wie schön, es raucht.
Gedanken wie Perlen auf der seidenen Schnur –
wiedergefunden, verworren, dennoch läuft’s in der richtigen Spur.
Ein Film erscheint auf der Leinwand des Lebens –
Regie wird geführt, verändern ist niemals vergebens.
Familie, die Burg, der Hort mit Frau und Kind –
hält geborgen, aus Sturm wird ein kleiner milder Wind.
Lyrik fließt, mit Fundament –
Leidenschaft, wie schön es brennt.

Stenor aus Cranach /’11-15

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