Text – Engagement – Menschenrechte, New York Times… Stenor bei einem Cafe denkt laut

Wie ihr sicherlich schon gelesen habt, die Themen Menschenrechte und China sind zwei Aspekte in meinem Leben, die mich schon seit Jahren beschäftigen und im Bereich Menschenrechte engagiere ich mich sehr stark und setzte mich für ein Ende der Verfolgung von Falun Dafa in China ein. Eigentlich wurde ich eher zufällig auf dieses Thema aufmerksam, denn als ich 2007 anfing diese Qigongschule zu üben, hatte ich noch keine Ahnung davon, was in China geschieht. Ich fand es nur sehr spannend Qigong zu üben, war und bin da voll dabei bei der geistigen Einstellung, beim Üben der körperlichen Bewegungen, das macht mir echt irre Spaß und ist wirklich sehr interessant, mein Körpergefühl und meine Wahrnehmung hat sich stark verändert seit dieser Zeit.
Von Meditation hatte ich früher zwar schon etwas gehört, aber dass ich das selbst mal praktizieren würde, das hätte ich nicht gedacht. So wie es früher im alten China üblich und alltäglich war, die alten Taoisten oder die alten Buddhisten, die alleine im Wald oder in den Bergen waren und Tag für Tag meditierten, nachdachten, auf der Suche nach der Wahrheit waren, denn das ist es nämlich, die Suche nach sich selbst, die Antwort darauf zu finden, wer man ist, das hat viel mit Meditation zu tun und diese alten Praktiken sind jetzt – Dank Meister Li – so konzipiert worden, dass sie ins tägliche Leben gut integriert werden können, man muss nicht mehr jahrelang mit dem Gesicht zur Wand meditieren, das ist in der modernen Zeit auch schlichtweg nicht mehr möglich. Mir gibt es auch unwahrscheinlich viel Lebensfreude und Ruhe, aber damals, als ich anfing, da wusste ich nur, dass Falun Dafa gut ist, dass es mir gut tut, dass ich ruhiger und gesünder geworden bin, anfing achtsamer zu leben, nur das war mir bewusst.

Später erfuhr ich dann auch von der Verfolgung in China, ich lernte persönlich Chinesen kennen, die aus China wegen der Verfolgung fliehen mussten, das waren Menschen, wie du und ich, das waren Ingenieure, Mütter, Väter, keine Verbrecher, aber sie mussten ihr Land wegen der Verfolgung verlassen und das war dann der Motivator, der mein Gewissen erweckte und seitdem setze ich mich für diese verfolgten Menschen in China ein.
Ungerechtigkeit, Unmenschlichkeit und Unwahrheiten mag ich überhaupt nicht. Andersherum gesprochen, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Wahrheit waren mir schon immer sehr wichtig im Leben. Ich erhebe zwar oft das Wort in Form von Lyrik und Text, aber das sind halt nur Tätigkeiten, die mir nur bedingt Rückkopplung geben, die mir nur bedingt das Gefühl geben etwas zu verändern. Aber wenn ich an Infoständen teilnehme, dann betätige ich mich aktiv, dann sehe ich die Ergebnisse, dann spreche ich mit den Menschen, dann rede ich mir das von der Seele, was ich darüber weiß und das ist dann meine kleine Erfüllung, das ist dann das kleine Glücksgefühl, das Glücksgefühl zu wissen, dass man nicht nur schweigend zugeschaut hat – man hat die Stimme erhoben, man war aktiv. Ich höre oft die Frage: Bringt das überhaupt etwas? Und ich antworte darauf immer mit Ja, Ja, das bringt natürlich was, denn die Erfahrung aus der Vergangenheit hat uns stets gelehrt, dass alles und sei es auch noch so wenig, noch so klein, seine Wirkung hat und es bewegt sich ja sehr viel in diesem Bereich. EU, USA viele Politiker und Prominente unterstützen, helfen, machen diese Missstände in China öffentlich, denn das ist das, was dieses Regime in China scheut, es scheut die Öffentlichkeit, die Öffentlichkeit fürchtet China mehr als viele andere Dinge, wenn die Verfolgung angesprochen wird, wenn sie publik wird, davor hat die KP Angst und ich sage immer, wer Angst hat, der hat ein schlechtes Gewissen und weiß, dass er etwas tut, was einfach falsch ist. Die Wahrheit muss das Licht der Öffentlichkeit nicht scheuen, die Angst aber schon.

Ich will hier nicht die Abartigkeiten schildern, die dort in China stattfinden, ihr müsst nur wissen, dass die Dinge sehr schlimm sind, dass viele Menschen darunter leiden und dass es nur ums Geld geht, denn in China ist die Verfolgung staatlich organisiert, perfektioniert. Der Organtourismus bring viel Geld ins Land und ich möchte nur auf den Untersuchungsbericht über den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden: „Blutige Ernte“ verweisen, dort haben David Matas und David Kilgour (ein Anwalt und ein ehemaliger Politiker) untersucht, was in China wirklich geschieht.

Aber, wie kam ich auf dieses Thema, so dass ich darüber ein paar Zeilen schrieb? Das hatte zwei Gründe, der erste Grund war K., eine Freundin von mir, sie wollte mal Bilder vom Infostand sehen und so habe ich herumgekramt und hier ein paar Infostandbilder von und mit mir angefügt. Der zweit Grund war ein Artikel, der jüngst in der NY Times erschien, denn ich sage euch ganz ehrlich, das, was in China geschieht, das ganze Ausmaß und das Übel, das wird bald das Licht der Welt erblicken… Früher oder später kommt alles ans Tageslicht. Hier noch der aktuelle NY Times Link http://www.nytimes.com/2015/11/17/world/asia/china-bends-vow-using-prisoners-organs-for-transplants.html?_r=0

Eigentlich war für heute für mein – Stenor bei einem Cafe denkt laut – Part ein anderes Thema geplant, aber nachdem ich den NY Times Artikel in die Hände bekam, war das der Aktivator. Das Thema, das ich heut eigentlich schreiben, behandeln wollt, kommt dann die Tage dran, denn auch Spontanität will geplant sein ;-)

Stenor aus Cranach

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