Lyrik – Der längste Tag

Noch kann man es ignorieren und die Augen davor verschließen –
die Sinne betäuben, den Geschmack vom lieblichen Wein genießen.

Sich ablenken lassen, allen möglichen Dingen nachgehen –
die Zeit läuft davon, wie viele werden es dann verstehen?

Die Welt ist eine Illusion und jeder hat seine eigene erschaffen –
geblendet, ergötzt vom Anblick, immer wieder das eigene törichte Gaffen.

Überlieferungen in vielen Ländern und anderen Kulturen –
die Wahrheit ist verstreut, aber sie hinterlässt überall ihre Spuren.

Viele Legenden und viele inneren Kreise immer wieder davon berichten –
unzählig sind die Lyriken, die Gedichte und die vielen Geschichten.

Die Blender und Nebelkerzenwerfer, ja auch sie sind hier, in dieser Welt –
doch es gibt auch das Gegenteil, es gibt auch noch ein aufrichtiges Feld.

Energie, ob schwarz oder weiss, sie ist das, was alles bestimmt –
sie macht auch aus, wie hell deine Aura im Nebel erglimmt.

Stimmen aus anderen Dimensionen werden vernommen –
wie stark ist man doch vom Nebel geblendet, fernab der Heimat, benommen.

Viele Dinge, alles Illusionen, aber auch vieles ist wahr –
nutzt eure Gaben, denkt mal darüber nach, wir sind verbunden, untrennbar.

Es strahlt am Horizont, das Jüngste Gericht,
wer kann es glauben, wer liest dieses Gedicht?

Die alten Überlieferungen, die Geschichten, die uralten Legenden –
was wäre, wenn wir uns wirklich in diesem Zeitabschnitt befänden?

Stenor aus Cranch / 1’16

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