Text – Stenor schreibt – Bochum – alles Gute zum 60. Herbert

Stenor schreibt – Bochum

Man kann ja sagen, was man will und es mag jetzt etwas ungewohnt klingen, wenn ich das jetzt so schreibe, denn ich schaue gerade die Reportage (siehe Link: Deutschland, deine Künstler – Herbert Grönemeyer) und als Herbert anfing eines meiner Lieblingslider zu singen – Bochum, erfasste mich eine innere Ergriffenheit und ich spürte und realisiert wieder einmal, dass ich in meiner Zeit, die ich in NRW verbringen durfte, diesem Landstrich und seinen Menschen nah gekommen bin, sehr nah gekommen bin. Eigentlich habe ich so gesehen ein ganzes Leben in NRW gelebt. Das Leben dort hatte zwar nur eine Lebensdauer von sieben Jahren, aber es war ein gefühltes ganzes Leben und es waren auch dort schon die Menschen, die bewegten, die familiäre Stimmungen entfachten, Freunde die gefunden wurden und Freundschaften, die auch und trotz all der Distanz immer noch lebendig sind. Herbert besingt in diesem Stück seine Verbundenheit, seine Verbindung mit seiner Stadt und obwohl es nicht meine Stadt ist, so habe ich das, was er hinter dem Text als Gefühl gesanglich transportiert wahrgenommen, ja selbst erlebt und jetzt mit einem weinenden Augen im Herzen wieder gefunden. Meine ehemaligen Kollegen in Bonn, alles Pfundskerle, Matthias, der jeden Tag früh morgens mit mir Qigong üben war, Bekannte, Freunde und die damalige Familie, alles wirklich gute Menschen, die die Welt braucht. Aber dort, wo ein Auge weint, dort lacht zugleich auch das andere Auge und im Leben und mit dem Älterwerden wird es mir immer klarer, alles auf dieser Welt hat seine Zeit und seinen Sinn und streng genommen ist es immer gut so, wie es ist, denn eigentlich ist das Leben ein Geschenk – Freundschaften, Liebe, Heiterkeit, Kunst, intellektuelle Unterhaltungen, Kinder, Tiere, Malen, Photografieren, ins Theater und in die Oper gehen, Sport betreiben, Qigong betreiben – die Liste ist wahrscheinlich endlos. Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt… War es wirklich gut. Aber hier und jetzt am Schreibtisch, wieder tief in der Nacht, nach einen Theaterbesuch mit nachdenklicher Stimmung im Herzen ist es auch sehr schön oder wie es der Franke sagen würde. Hier ists a net amol su schlecht. Das Leben ist schön, wenn man darauf achtet und die Dinge schätzt und auch wahrnimmt….

SaC

Link:

http://www.ardmediathek.de/tv/Deutschland-deine-K%C3%BCnstler/Herbert-Gr%C3%B6nemeyer/Das-Erste/Video?bcastId=699628&documentId=34611474

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