Lyrik – Schreibtischgedanken

Lyrik – Schreibtischgedanken

 
Mandelförmig, die Augen, bei Nacht –
Gedanken schweifen umher, Tiefe ergreift das Herz, wieder um den Schlaf gebracht.
 
Das Surren der Cafemaschine durchbricht diese nächtliche Stille –
Genussduft umschwirrt die Nase, so des Gedankes freier Wille.
 
Das Innere es umklammert, es umfließt und inspiriert –
Der Anblick ist unvergessen, selbst mit offenen Augen, alles wächst und floriert.
 
Des Zeilens letzter Wille –
Das Schreiben bei Nacht in aller Stille.
 
Ein Gedanke, ganz ungewollt, er fliegt zu dir –
Geborgenheit, Friede herrscht jetzt auch hier.
 
Berührungen und doch nicht umklammern –
In des alltags Gewöhnlichkeit, bei Distanz fangen viele an zu jammern.
 
Erhabenheit, Respekt trotz Abstand sehr eng zusammen –
Im Frühling und häufig im Herbst steht das Herz oft in Flammen.
 
Liebe hat sehr viele Gesichter –
Alle werden beachtet, es wird geschaut, ein lyrischer Dichter.
 
Jedes Detail, jeder Duft bleibt im Gedanken erhalten –
Wie Phantasiewelten, Theaterstücke, man kann sie gestalten.
 
Ein Anblick so anmutig, trotz all der kleinen Macken –
Die Reise geht gen Süden, Mittelmeerluft, unbeschwert, gemeinsam packen.
 
Stenor aus Cranach / Mai 2016

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