Der Markt des Lebens – oder als ich mal in Mitwitz auf dem Gartenfest war…

Meine Güte, man kommt ja zu gar nichts mehr! Gut, kann auch sein, dass ich im Moment zu viele Projekte nebenbei laufen habe und ich zwar switchen kann, aber manchmal switched man auch an etwas vorbei, ohne es zu bemerken. So, nun endlich auch mal dieser Text hier finalisiert und online gestellt…

Neulich war ich, da ich gerne auch mal neue Dinge ausprobiere, was mir als Künstler vielleicht etwas leichter fällt, mit einer guten Freundin – Miri – auf einem Markt, um beim Verkauf zu unterstützen. Gut, ich muss es jetzt vielleicht doch etwas relativen und wieder ein bißchen an Eifer aus den Zeilen herausnehmen, um nicht einen falschen Eindruck zu erwecken, denn der Superverkäufer bin ich eigentlich nicht. Für den normalen Verkauf hätte sie mich – Miri – wahrscheinlich auch nicht so schnell und einfach begeistern können, aber da sie ebenfalls Künstlerin ist, eine sehr gute sogar, gut Malen und gut Zeichen kann und es um den Verkauf ihrer Kunstobjekte ging, war ich natürlich gleich, ohne lange zu zögern, dabei, um zu unterstützen und es war, wenn ich jetzt auf diese zwei Tagen zurückblicke, sehr interessant, lehrreich und künstlerisch erfrischend und inspirierend.

Der Verkauf und die Menschen, die mir über den Weg liefen, das war alles sehr sehr interessant. Dieser Markt, diese Veranstaltung, die inmitten des Herzens meiner Heimat stattfand, und zwar beim Gartenfest in Mitwitz – Mitwitz ist mir aus meinen Kindertagen noch frisch und sehr lebhaft in Erinnerung, denn mit diesem Ortsname, ohne diesen wunderschönen Ort verulken zu wollen, haben wir so manchen Wortwitz erschallen lassen. Ja die liebe Kindheit und die noch schönere Jugend und all die Erinnerungen an vergangener Tage können doch schon ein Quell an Heiterkeit und Frohsinn sein und die gedanklichen Puzzelstücke und Filmsequenzen, die sich in unserem Gehirn tief abgespeichert befinden, können durch so manch kleine äußere Stimulation wieder zum Leben erweckt werden, um uns in diesem Augenblick ein gehörige Portion an Freude und Heiterkeit zu spendieren.

Der Markt des Lebens – der Verkauf – geht wirklich alles um’s Verkaufen im Leben? Wir verkaufen uns, wir präsentieren uns, kann es sein, dass jede soziale Interaktion auch gleichzeitig ein Verkauf ist? Ein Verkauf mit dem Ziel die Aufmerksamkeit von anderen als Honorar zu ernten? Der Verkauf am Markt des Lebens wäre vielleicht eine ausdrucksstärkere Überschrift gewesen, aber welcher Schriftsteller gibt schon gleich zu viel Preis! Es ist ja auch so eine Art von Verkauf. Ich verkaufe mich, ob ich möchte oder nicht, wenn ich schreibe, denn ich präsentiere zwar nur einen Text, aber das ist lediglich die oberflächliche Betrachtung, denn hinter den Zeilen und Wörtern steckt immer auch ein Teil von mir. Die Fragen: Kommt mein Text an? Findet er viele Leser? Sie stellt man sich ja immer irgendwie – mal offensichtlicher, mal versteckter. Mit viel Glück bekommt man als Schriftsteller auch mal eine entsprechende Entlohnung in Form von Aufmerksamkeit oder in Form eines Honorars. Ist dies der Fall, dann habe ich mich gut verkauft, bekommt man nichts von all dem, dann kommt der Text, das Werk, weniger gut an, dann habe ich mich wahrscheinlich schlecht verkauft und ich befand mich vielleicht auch noch zusätzliche auf dem falschen Markt – die Frage nach dem richtigen Markt, den richtigen Ort für sein Produkt, das wiederum ist ein Thema für sich und beim geschriebenen Wort sowieso. Ich nutze hier zwar meinen Blog, Facebook und Twitter und so weiter, aber es gibt da sicher auch noch eine Menge, die ich optimieren kann und den «Nonplusultramarkt» für meine Texte habe ich da auch noch nicht 100%tig entdeckt. Man könnte es mit einem Schuhverkäufer vergleichen, der sich auf dem Wochenmarkt unter den Obstverkäufern befindet. Er wird zwar höchstwahrscheinlich ein paar Schuhe verkaufen, da dies alleine schon den mathematischen Gesetzmäßigkeiten geschuldet sein muss, aber optimiert, optimal ist dieser Ort zum Verkauf dann für ihn wohl eher nicht, zumindest, wenn man als Schuhverkäufer unterwegs ist. Der Markt, der passende Markt und der richtige Ort für Kunden – nein ich möchte sie, meine Leser, nicht Kunden nennen, ich möchte sie Leser, Fans oder vielleicht Mandanten nennen, denn… Schlagt einfach mal nach, woher das Wort Kunde stammt – und dieses Beispiel zeigt jetzt auch sehr anschaulich, was eine meiner Intentionen ist, wenn ich schreibe, denn ich möchte einen gewissen Mehrwert bieten, sprich, ich finde es immer wichtig, dass meine Texte etwas bietet und jetzt werden sicher viele von euch nachschauen und nachlesen, was Kunde bedeutet, woher es stammt u.s.w. Sprache, die Schrift, sie sind sehr interessant, die Deutsche Sprache ist zusätzlich auch noch sehr genau, sie bringt viele Dinge exakt auf den Punkt, nur leider haben wir es verlernt sie auch so zu betrachten; auch hier zog die Oberflächlichkeit, die Schnelllebigkeit ein. Stimmt das? In vielen Fällen wahrscheinlich ja, aber ‘Gott sei Dank’ nicht in allen.

Gut, zurück zum Verkauf, zurück nach Mitwitz, zurück zum Markt. Verkauf, das klingt eigentlich schlimmer als es ist, als es war, denn es ging hier speziell in Mitwitz um den Verkauf von Kunstkarten und Bildern. Die Bilder waren natürlich alle handgemalt, keine Drucke, die Kunstkarten waren sowohl als auch, also es gab handgemalte Karten und gedruckte Karten – Nachdrucke von Miri’s originalen Karten -, was natürlich an den Verkaufspreisen abzulesen war, denn Drucke sind ja in der Regel immer etwas günstiger als die Originale. Es sind wirklich schöne Werke dabei gewesen; ich bewundere ja schon etwas das Können von Miri, denn die Gemälde von ihr sind wirklich alle ausnahmslos sehr sehr gut. Wenn sie in ihrem Atelier sitzt und malt, dann schaue ich ihr sehr gerne dabei zu, denn sie strahlt dabei eine enorme Ruhe und Zufriedenheit aus, das ist ebenfalls für mich dann sehr inspirierend und beruhigend, gern würde ich da häufiger mal dabei sitzen, aber wie es halt im Leben so ist, die liebe Zeit…

Das Leben ist ebenfalls wie ein Markt oder? Irgendwie scheint alles im Leben ein Markt zu sein und für fast alles scheint es auch ebenso einen Markt zu geben – man spricht vom Gebrauchtwarenmarkt, vom Weihnachtsmarkt, vom Frühlingsmarkt und tausende von Städten – ich glaube es sind unzählige -, wenn man es weltweit betrachtet, tragen im Namen den Titel Markt. Unzählige werden es dann wohl doch nicht sein, das ist jetzt sicher etwas übertrieben und wir wissen ja alle, dass es eigentlich nichts in diesem Kosmos geben kann, was unzählig existiert. Nicht zählbar, da aus technischen- oder zeitlichen Gründen nicht möglich es zu zählen, würde es schon besser – präziser – ausdrücken und diesen Punkt relativierend abrunden. Ich glaube sowieso, dass wir häufig auch nicht genauer hinschauen oder zählen wollen, da wir manchmal doch gerne etwas bequemer sind – ich gebe es ja zu, zumindest ich bin so… :-) Vielleicht könnten wir doch häufiger genauer, exakter und präziser sein, wenn wir nur nicht so bequem wären – aber vielleicht ist diese Bequemlichkeit auch manchmal einer Sache dienlich? (Der Gattung Informatiker hat die Bequemlichkeit schon häufig das Leben erleichtert und so manche IT-Erfindung hat ihren Ursprung in der Bequemlichkeit).

Bequemlichkeit und der Markt des Lebens, der Verkauf, der Verkauf von uns an andere; da sind wir häufig nicht so bequem, da sind wir sogar relativ erfinderisch, wortgewandt, wortstark, da wird dann erzählt und erzählt, da wird gestikuliert – da wird verkauft. Das kennt ihr doch sicher auch, da ist so ein ‘Nervzwerg’ in mitten einer Veranstaltung, der so laut reden muss, dass wirklich jeder mitbekommt, dass er anwesend ist – dieser Typ, der verkauft, der verkauft sich und wie oft hat das dann schon, wenn man als Außenstehender zuschaut, funktioniert. Häufig bei der Damenwelt, wenn ich es mal aus der Sichtweise von uns Männern beschreibe. Wir standen dann nur dort, schauten zu und schauten dem Verkaufsspiel zu und es glich den Beispielen aus der Tierwelt, wenn ein Pfau sein Federkleid zeigt, um das Weibchen zu beeindrucken, so zeigt doch das männliche Federvieh in diesem Fall seine Wortgewandtheit, seine Agilität, denn ein Federkleid hat er ja nicht zur Verfügung. Aber egal wie witzig, wie ironisch, egal, wie ich es schreibe, ich glaube es ist Verkauf und wir verkaufen uns täglich, mal mehr, mal weniger und was jeder erwartet, das ist Aufmerksamkeit, das ist der Lohn, das ist der erhoffte Lohn. Die sozialen Netzwerke leisten uns bezüglich der Aufmerksamkeit ja auch gute Dienste, ein «gefällt mir» ist der Dollar von der Währung mit dem Namen Aufmerksamkeit. Der Mark des Lebens, besonders die Frage nach Zweisamkeit, denn darum scheinen sich ja viele Dinge im Leben zu drehen, der Verkauf von sich Selbst, der hat ja, wenn man Single ist, vielleicht auch, wenn man in einer Partnerschaft lebt, etwas mit Verkauf zu tun, denn es geht um Aufmerksamkeit und jetzt, man mag sich vielleicht wundern, aber das ist jetzt mal ein Tipp von mir an alle, die in einer Partnerschaft leben, die in einer Ehe leben, schenkt euch Aufmerksamkeit und die Ehe, die Partnerschaft sollte wieder geglättet sein.

Der Markt des Lebens, der Verkauf. Was verkaufe ich eigentlich? Na klar, was sonst, ich verkaufe mich – mal gut, mal schlecht und auch bei mir geht es um Aufmerksamkeit, denn dieser Text ohne Leser, ohne die Hoffnung gelesen werden zu können, würde er wahrscheinlich auch nicht geschrieben werden.

SaC

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