Lyrik – denke nach über Tugendland

Lyrik – denke nach über Tugendland
 
Tugendland,
deine Namen in der Geschichte, eine gigantische Namenswand.
Heisenberg –
Physik, Mathematik, ein Gigant, kein Zwerg.
Planck –
das Wirkungsquantum im dunklen Schrank.
Rilke –
Lyrik ist weiblich, anmutig, wie Silke.
Süskind –
der Duft in der Nase, verflogen, verweht vom Wind.
Kepler, Hertz,
alles deutsche Kinder, kein Scherz.
Otto Hahn –
befasste sich mit der Radiochemie, bestimmt kein Größenwahn.
Zeiß –
auch von ihm jeder weiß.
Friedrich Gauß –
machte der Wahrscheinlichkeit der Garaus.
Carl Bosch –
auch er fiel nicht auf seiner Gosch.
Erich Kästner, Bertolt Brecht
beide waren gut und nicht schlecht.
Friedrich Nietzsche –
philosophisch, ja, mit viel gequietsche.
Kaspar Hauser, Albrecht Dürer, Lucas Cranach –
ach…
Heinrich Heine, Richard Wagner, Goethe und auch Schiller –
alle wurden niemals stiller.
Händel, Beethoven und auch Bach –
sie alle verstanden viel von ihrer Sach.
So viele im Laufe der Geschichte –
viele schrieben Wahrheit im Anblick der Gedichte.
Wo sind die edlen Geister?
Wo sind die alten weisen Meister?
Die von Moral nicht nur sprechen –
die der Gier das Rückrat brechen.
Tugendland –
viele gutherzigen Menschen stehen in deinem Band.
Und wer nicht weiß, was Tugendland bedeutet –
der sollte mal zuhören, wer die Glocken am lautesten läutet.
Tugendland –
ich reiche dir treu meine Hand.
Tugendland –
man will dich fahren, ungebremst, an die Wand.
Dein Steuermann kommt aus dem hohen Norden –
ihm ist völlig egal wer unter geht, dunkel sind die Horden.
Doch deine Stunden sind gezählt –
viel zu lang das Volk gequält.
Barmherzigkeit ist das Gebot der Stunde –
dann zieht sie ein, die Göttliche Runde.
 
SaC
Translate »