Lyrik – sprachlos, wortlos, still

Lyrik – sprachlos, wortlos, still

Ich bin still, kann mich nicht einmal mehr wundern.
Reden werden geschwungen, wie die geschärften Klingen, verletzend.
Im lauten Grundrauschen sind nur noch Wortfetzen wahrnehmbar, Tradition und Sitte, verpönt.
Orientierungslosigkeit ist zum Standard geworden, der Kompass zeigt wirr, fern ab vom Weg, vergessen.
Die Stille in der Wortlosigkeit, Mitgefühl, abstrakt.
Greifbares wird ungreifbar, die goldenen Polster schwinden, verkauft.
Äußere Formen sind sehr viele wichtiger als innere Werte, verfallen.
Das Wort zu erheben fällt schwer, Stille in der Sprachlosigkeit, folgt.

Stenor aus Cranach

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