Schiller

Ich denke an dich mit Freud und Leyd zurück,
stets beflügelt die Worte,
weltliches Himmelsgeschick.

Wie soll man dich nur wieder finden,
wo soll man dich nur suchen?
Das Gute ist stets ewiglich, kann nimmer mehr verschwinden.

Einst auf Händen sie durch Jena ihn trugen,
verfallen die Sitte,
die Welt aus allen Fugen.

So nah am Tische, doch so fern,
so hell und doch so dunkel,
in der Nacht da leuchtet ein Stern.

Auf des alten Mayersberge wohl geschaut,
die Sippe war oft ähnlich,
und doch haben wir uns stets vertraut.

Feder spitz und Tintenfass,
die Welt dreht sich im Kreise,
dunkel Mächte schürten stets nur Hass.

Der Mensch ist seines Geistes frei,
ob er’s erfassen kann,
lauthals am Ufer nur Affengeschrei.

Stenor aus Cranach

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