Als Denker hat man es schwer – über Mein-Ungen und Ander-Ungen

Als Denker hat man es schwer in der heutigen Zeit. Man hat es schwer, wenn man die Welt beobachtet, und versucht zu verstehen. Meinungen gibt es sehr viele, aber wer hinterfragt schon Meinungen, Stimmungen, Denkweisen? Vielleicht sind viele Meinungen keine Mein-Ungen sondern Ander-Ungen? Was ich damit sagen will ist, dass Meinungen häufig einfach nur übernommen werden, ohne zu hinterfragen. Als Denker hat man es schwer. Als Denker hätte man es leicht, wenn man sein Denken nicht auszudrücken versuchen würde, nicht versuchen würde zu kommunizieren – alles für sich behalten würde. Keine Kommunikation, egal in welcher Form. Als Denker hat man es schwer und als Denker muss man lernen seine Sprache zu kultivieren – man muss sich im Schweigen üben und lernen zuzuhören. Als Denker hat man es eigentlich nicht schwer, wenn man Schweigen kann.

Ein Zitat, das uns Dichtern und Denkern geläufig sein sollte: „Wenn man einmal weiß, worauf alles ankommt, hört man auf, gesprächig zu sein.“ (Johann Wolfgang von Goethe – Deutscher Dichter (1749 – 1832))

SaC